Pässe, Zahlungskarten, Gästepräferenzen: Ein Hotel verarbeitet viele sensible Daten. Die richtigen Reflexe, um das Risiko zu senken.
Ein Hotel bündelt grosse Mengen personenbezogener Daten: Identitäten, Kontaktdaten, Zahlungsdaten, Aufenthaltshistorien. Zudem hängt es von vernetzten Systemen ab – Reservation, Hotelverwaltung, Kassen, Gäste-WLAN –, deren Ausfall, auch nur kurz, den Betrieb lahmlegt.
Worauf es ankommt
- Regelmässige Backups, darunter eine getestete Offline-Kopie.
- Zwei-Faktor-Authentifizierung für E-Mail, PMS und Fernzugriffe.
- Gäste-WLAN getrennt vom internen Netzwerk.
- Sicherheitsupdates zeitnah einspielen.
- Sensibilisierung des Personals für Phishing, das häufigste Einfallstor für Angriffe.
Die Krise vorbereiten, bevor sie eintritt
Wen ruft man an, in welcher Reihenfolge, und was tut man, wenn die Systeme ausfallen? Ein einfacher, ausgedruckter und im Team bekannter Notfallplan spart wertvolle Zeit. Das revidierte Datenschutzgesetz (revDSG), seit September 2023 in Kraft, verlangt zudem die Meldung bestimmter Datenschutzverletzungen.
Die Rolle der Cyberversicherung
Eine gut aufgebaute Cyberdeckung kann IT-Experten, Krisen- und Kommunikationsmanagement, Kosten für die Benachrichtigung Betroffener, Betriebsunterbruch und Haftpflicht gegenüber Dritten umfassen. Der genaue Umfang unterscheidet sich stark von Vertrag zu Vertrag: Ausschlüsse, Sublimiten und Sicherheitsanforderungen verdienen eine sorgfältige Lektüre.
Kurz gesagt: Technik senkt die Wahrscheinlichkeit, Versicherung begrenzt die Folgen. Beides ergänzt sich.
Die Angaben auf dieser Seite sind allgemeiner Natur und ersetzen keine persönliche Beratung.